Fraunhofer ipa logo white e2ed1d1f7ffd0dfdd35a0f3207c8bf2ed2c32ab86743e74039e0376bcdb05c38
Big fipa web mehrwert unterstuetzer bg

Mehrwert – Unterstützer und Kuratoren

»Forschungsaktivitäten
an den Bedürfnissen der Menschen ausrichten«


Dr. Stefan Hartung

Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions

Mit 375.000 Mitarbeitern und Handels- und Dienstleistungspartnern in rund 150 Ländern ist die Bosch-Gruppe einer der industriellen Innovationstreiber überhaupt in der Welt. Durch was zeichnet sich Ihr Unternehmensbereich Energy and Building Technology aus?

Bosch Energy and Building Technology umfasst die Geschäftsbereiche Thermotechnik, Sicherheitssysteme und Service Solutions. Wir bieten ein breites Spektrum an Lösungen für Heizung, Warmwasser, Lüftung, Klimatisierung, Sicherheit, Gebäudemanagement, Energieerzeugung und -speicherung sowie Dienstleistungen für Fernüberwachung und Geschäftsprozessabwicklung. Zu unseren entscheidenden Erfolgsfaktoren gehören ein tiefes technisches Systemwissen und das regionale Marktverständnis.

Das sind Erfolgsfaktoren, die man auch dem Fraunhofer IPA zuschreiben könnte.

Dem stimme ich zu. Der gewollt systemisch-interdisziplinärische Ansatz, der darin mündet, dass das fundierte Wissen von Naturwissenschaftlern, Chemikern, Physikern und Ingenieuren in Analysen und Bewertungen einfließt und zur Lösung von Aufgaben oder technischen Problemen beiträgt, ist sicher ein Pfund, das ein Institut wie das Fraunhofer IPA in die Waagschale werfen kann, um vor allem der deutschen Industrie dabei zu helfen, Innovationstreiber zu sein. Ein Konzern wie Bosch hat natürlich selbst auch große Forschungsabteilungen, die interdisziplinär aufgestellt sind und Innovationen vorantreiben. Der Ansatz der angewandten Forschung blickt jedoch allein in Stuttgart auf mehr als 50 Jahre Erfahrung zurück. Da wurde schon in den 1990er Jahren von vernetzten Systemen und der fraktalen Fabrik gesprochen, die heute im Wort Industrie 4.0 ihre Deutungshoheit gefunden haben.

Big 1 pe 20044 rt

© Foto Robert Bosch GmbH

»Mit Industrie 4.0 steht die nächste Welle der Automatisierung vor der Tür, damit verbunden ist ein Entwicklungsschub genau im Kern der Kompetenzfelder des Fraunhofer IPA. Diesen Fokus sollte das Institut beibehalten und die anderen Kompetenzen systematisch ausbauen.«

Dr. Stefan Hartung
Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions

Das heißt, Fraunhofer forscht frühzeitig an Themen, die später eine industrielle Relevanz haben werden?

Ja, unbedingt. Das ist das Selbstverständnis dieser Organisation. Beim Fraunhofer IPA und bei Bosch geht es darum, die Forschungsaktivitäten an den Bedürfnissen der Menschen auszurichten. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Das ist unser strategisches Ziel. Strategisches Ziel der Fraunhofer-Gesellschaft ist es, international vernetzt anwendungsorientierte Forschung zum unmittelbaren Nutzen für die Wirtschaft und zum Vorteil für die Gesellschaft zu betreiben.

Als Mitglied des Kuratoriums beraten Sie das Fraunhofer IPA in puncto Ausrichtung und Angebot. Wo sehen Sie inhaltlich aktuell den Schwerpunkt und in welche Richtung sollte sich das Institut aus Ihrer Sicht in Zukunft entwickeln?

Mit Industrie 4.0 steht die nächste Welle der Automatisierung vor der Tür, damit verbunden ist ein Entwicklungsschub genau im Kern der Kompetenzfelder des Fraunhofer IPA. Diesen Fokus sollte das Institut beibehalten und die anderen Kompetenzen systematisch ausbauen. Ob Biomechanische Systeme, Bioproduktionstechnik oder Effizienzsysteme: Das Fraunhofer IPA arbeitet an den spannenden Themen der Zukunft. Die Fähigkeiten des Instituts im Bereich Industrie 4.0 werden sicher auch in weiteren Bereichen des Internet der Dinge wertvoll. Hier steht es vor vielen interessanten Betätigungsfeldern.

Big fipa web mehrwert unterstuetzer footer 2